Angebot an währungsgesichterten ETFs wächst weiter

Das Hedgen oder Sichern von Anlagegeschäften, zum Beispiel gegen Währungsrisiken, kostet zwar Geld, macht aber unter dem Strich angesichts des volatilen Devisenmarktes bei internationalen Anlagen durchaus Sinn. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass gesicherte ETFs den Markt erobern.

Währungsrisiken nicht unterschätzen

Die Erfahrung zeigt, dass insbesondere bei internationalen Investments, wie zum Beispiel dem MSCI Japan Index, Währungsschwankungen die Gewinne stark reduzieren können. Haben Anleger im MSCI Japan Index seit Jahresbeginn eine ordentliche Rendite einfahren können, mussten sie doch wegen des künstlich geschwächten Yens auf einen ganzen Teil davon verzichten, wie der Vergleich zwischen der gehedgten und der ungesicherten Variante der ETFs beweist. Bei der Umrechnung in die heimische Währung kostete der schwache Yen nämlich richtig Geld. Die Kosten für das Hedgen hingegen betragen zwischen 0,05 und 0,1 Prozentpunkte und halten sich damit in moderaten Grenzen. Die Unterschiede in den Renditen können erheblich höher ausfallen, natürlich immer in Abhängigkeit von den gehandelten Werten und deren Währungen.

Welche ETFs sollten gesichert werden?

Insbesondere internationale Indexfonds, Rohstoffe und Obligationen sind Kandidaten, die von einem Hedging profitieren können. Die starke Abhängigkeit von internationalen Währungen, die immer einer großen Volatilität unterliegen, kann somit aufgefangen werden. Beispielsweise steigt der Preis von Gold und anderen wichtigen Rohstoffen, wenn der US-Dollar schwach ist und umgekehrt. Muss dann das Guthaben des in Dollar geführten Goldfonds in die Anlegerwährung umgerechnet werden, büßt der Anleger den Gewinn am Goldpreis gleich wieder ein. Zum Hedging werden entsprechend gegenläufige Optionen, Leerverkäufe oder andere Instrumente in Anspruch genommen, die die großen Schwankungen ausgleichen und Verluste minimieren können. Da sich diese Methoden bewährt haben, wird sich die Anzahl der währungsgesicherten ETFs vergrößern und eine starke Nachfrage erfahren.

Währungsgesicherte ETFs sind im Kommen

Insbesondere für international aufgestellte Indizes, wichtige Rohstoffe und Obligationen eignen sich Hedging-Instrumente für die Absicherung der Währungsrisiken. So konnten einschlägige ETFs mit Währungssicherung eine bedeutend höhere Rendite erzielen, weil den schwachen internationalen Währungen durch geeignete Mittel entgegengewirkt wurde und somit der Verlust aus der Umrechnung in die heimische Währung reduziert werden konnte. Die Kosten für dieses Hedging belaufen sich auf 0,05 bis 0,1 Prozentpunkte und halten sich somit in Grenzen.

Bild: Erwin Wodicka – Fotolia

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