Aufsteiger der Globalisierung

In Zeiten moderner Wirtschaftspolitik, Globalisierung und internationalen Freihandelsabkommen profitieren besonders aufstrebende Schwellenländer wie China, Brasilien und die Türkei von den neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten. Exportstarke Länder sind deshalb wie nie zuvor auf dem Weltmarkt präsent – was Druck auf die etablierten Industrienationen wie USA, Deutschland und Großbritannien ausübt.

Aufsteiger aus Fernost

Wie keine zweite Nation hat die VolksrepublikChina innerhalb der letzten Zehn Jahre sein Bruttoinlandsprodukt fast vervierfacht. Gründe dafür gibt es viele. So verfügt das Land auf Grund seiner kommunistischen Struktur über praktisch keine Arbeitslosen. Knapp 1,3 Milliarden Chinesen, die täglich durchschnittlich 10 Stunden arbeiten haben in Kombination mit guten Schul- und Hochschulausbildungen besonders in städtischen Regionen dazu geführt, dass Löhne und Gehälter in der Vergangenheit stark stiegen. Durch die Übernahme großer Industriezweige, wie Mobiltelefon, Consumerelectronic und Computermarkt wurden Millionen von Stellen geschaffen. Durch Niedrigpreispolitik, Qualitätsoffensiven, strengem Werksmanagement und niedrigen Sicherheits- und Umweltauflagen gibt es ist die Volksrepublik in vielen Industriezweige die Konkurrenz günstig produzieren können.

Südamerika im Aufschwung

Auch Brasilien steht bei den Gewinnern der Globalisierung ganz oben. Steigender Außenhandel, große Zuwächse im Tourismusgeschäft und nicht zuletzt Exportschlager wie Spitzenfußballspieler und Schönheitschirurgie hat das Land innerhalb der letzten Jahrzehnte zu einem Globalplayer mit deutlich wachsendem Einfluss werden lassen. Rinderzucht und Industrielle Landwirtschaft haben dazu genauso beigetragen, wie eine hohe Alphabetisierungrate und Bildungsoffensiven der Regierung. Das Gefälle von Arm und Reich ist aber noch sehr stak, was immer wieder zu politischen Unruhen und in den Metropolen zu einer hohen Kriminalitätsrate führt. Gegen aufkommenden Frust in der Bevölkerung versuchen linksgerichtete Politiker seit Jahren beispielsweise die Enteignung von kolonialen Großgrundbesitzern. Wirtschaftliche Themen wie diese greift bankenblatt.de auf und berichtet zusätzlich über aktuelle Ereignisse aus der Wirtschaft.

Steiler Aufstieg mit Hindernissen

Im Vergleich haben die Schwellenländer nach aktuellen Zahlen der Weltwirtschaftsforums IWF eine gute Entwicklung genommen, die 2008 durch die Finanzkrise und 2011 durch die Wirtschaftskrise aber deutlich an Fahrt abgenommen hat. Auch die Chinesen die Bundesrepublik 2011 als Exportweltmeister abgelöst hat, sind trotzdem Bruttomonatslöhne von 400 Euro mit deutschen, amerikanischen und britischen Einkommen nicht zu vergleichen. Eine gerechtere Einkommensverteilung, Antikorruptionsgesetze und eine strengere Nachhaltigkeits– und Umweltpolitik wäre besonders in Asien und Süd amerika wünschenswert- kostet aber kurzfristig wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze, weshalb viele Nationen hiervor zurückschrecken. Auch stabilere gesetzliche und politische Rahmenbedingungen sollten angestrebt werden.

Foto: ChaotiC_PhotographY – Fotolia

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