Auswirkungen des Klimawandels: Wo sind die Folgen am schlimmsten?

Jüngst veröffentlichte der UN-Weltklimarat (IPCC) Teil zwei seines aktuellen Weltklimaberichts, welcher alle fünf bis sieben Jahre erscheint. Darin finden sich die anschaulich zusammengefassten Ergebnisse von mehr als 300 Wissenschaftlern aus aller Welt, die zusammen genommen ein ungefähres Bild der Folgen des Klimawandels darstellen.



Der Meeresspiegel steigt

Erstmals entschied man sich in diesem Jahr, den Weltklimabericht in drei Teilen nacheinander zu veröffentlichen, um eine größere Aufmerksamkeit für die darin postulierten Prognosen zu erreichen. Die Schwere der einzelnen Auswirkungen wird in diesem zweiten Teil, der die Folgen des Klimawandels für das Ökosystem sowie die Möglichkeiten der Anpassung für Pflanzen, Tiere und Menschen aufzeigt, durch eine übersichtliche Grafik veranschaulicht. Daraus lässt sich ablesen, welche biologischen, physikalischen und wirtschaftlichen Effekte in welchen Regionen wie stark zu erwarten sind. Kein Zweifel besteht z.B. an einem Anstieg des Meeresspiegels, der durch das schmelzende Eis an den Polen verursacht und bereits jetzt messbar ist. Der Klimawandel zieht jedoch weit mehr Folgen nach sich – und das nicht nur in Europa.

Folgen für Pflanzen, Tiere und den Menschen

Infolge der Erderwärmung lässt sich schon jetzt beobachten, dass viele Meerestiere in tiefere Wasserschichten ausweichen oder ihren Lebensraum in Richtung der Pole verschieben. Auch für Landtiere sagen Wissenschaftler große Schwierigkeiten voraus. Zahlreiche Arten werden sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht schnell genug anpassen können und deshalb aussterben. Zusätzliche Probleme sind durch schmelzende Gebirgsgletscher und ein vermehrtes Baumsterben – besonders in Australien – zu erwarten. Aber auch der Mensch wird vom Klimawandel nicht verschont bleiben. Die direkten Folgen werden vor allem wärmere und ärmere Regionen wie Asien und Afrika zu spüren bekommen: Diesen Gebieten stehen Wasserknappheit, Dürren und damit erhebliche Ernteeinbußen und daraus resultierende Unterernährung bevor, dies war auch das Ergebnis des Thomas Lloyd Cleantech Kongress Europa, der im Januar in Frankfurt am Main stattfand.
In den gemäßigteren Regionen ist dafür ein gegenteiliger Effekt zu erwarten. Hier sind allerdings die Küstenregionen umso stärker durch Überschwemmungen bedroht. In den Großstädten muss darüber hinaus mit zunehmendem Hitzestress und starken Regenfällen gerechnet werden. Auch die Wirtschaft wird die Folgen der Erderwärmung zu spüren bekommen. Den wirtschaftlichen Schaden taxieren die Wissenschaftler zurzeit auf etwa 0,2 bis 2 Prozent der Wirtschaftskraft, bei einem Temperaturanstieg von zwei Grad Celsius. Inzwischen geht man jedoch von einem Temperaturanstieg aus, der deutlich über zwei Grad liegt.

Moderne Technologien gegen den Klimawandel

Unter dem fortschreitenden Klimawandel, der besonders durch die großen Industriestaaten verursacht wird, leiden am stärksten die Menschen in den Entwicklungsländern, die bereits jetzt um ihre Existenz kämpfen müssen. Ganze Ökosysteme sind akut bedroht. Darum ist ein Umdenken dringend notwendig. Alternative Energien und ausgereifte, umweltfreundliche Technologien, sogenannte Cleantech, stehen längst bereit, nur werden diese bislang nur in Teilgebieten der Welt auch tatsächlich genutzt.

Fotoquelle: Thinkstock, iStock, akiyoko

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