Champions League: THW Kiel und Cuidad Real vor Finaleinzug

Im Duell Bundesliga gegen die spanische Liga Asobal steht es 1:1. Mit einer sehr starken Leistung hat der THW Kiel in eigener Halle den FC Barcelona mit 41:31 (20:15) besiegt. Im zweiten Halbfinalhinspiel der Champions League unterlag der HSV Hamburg bei Ciudad Real 27:34 (14:18).

Die Kieler lieferten das beste Spiel der Saison, auf der THW-Website ist sogar vom „besten THW-Spiel aller Zeiten“ die Rede. Torwart Thierry Omeyer brachte mit wahnsinnigen Paraden die Katalanen zur Verzweiflung, Arm, Bein, Schulter, Rumpf und Kopf – irgendein Körperteil brachte der Weltklasse-Keeper immer zwischen den Gegner und das Tor. Aus der starken Mannschaft ragten Spielmacher Stefan Lövgren und Filip Jicha, der neun Tore warf, noch heraus.

Noka Serdarusic, Trainer der Kieler, war begeistert: „Es war ein tolles Ergebnis gegen eine tolle Truppe – unter einer tollen Atmosphäre. So eine Stimmung hab ich in meinen 15 Jahren hier ganz selten erlebt.“ Barcelonas Trainer Manolo Cadenas brachte die Leistung der Zebras schlicht auf den Punkt: „Der THW Kiel spielt den besten Handball der Welt.“

Dieses Attribut möchte sich auch Cuidad Real anheften, die spanische Mannschaft gilt als teuerste der Welt. In der mit 5.200 Zuschauern gut gefüllten Quijote-Arena lieferten sich die Spanier und der HSV in den ersten 30 Minuten einen spannenden Kampf. Der spanische Meister konnte erst in den Schlussminuten der ersten Hälfte eine Vier-Tore-Führung herauswerfen. Im zweiten Durchgang bauten die Gastgeber aus einer sicheren Defensive ihren Vorsprung auf sieben Tore aus. Guillaume Gille traf für den HSV sechsmal, Heiko Grimm und Pascal Hens waren jeweils fünfmal erfolgreich.

Dass auf Hamburger Seite Bertrand Gille auf dem Feld stand, war die positive Überraschung für die von Verletzungssorgen geplagten Gäste. Trainer Martin Schwalb musste hingegen auf Stefan Schröder und Torsten Jansen verzichten. Nach dem Spiel äußerte er sich verhalten optimistisch: „In der Abwehr haben wir uns sehr schwer getan. Wir haben am Kreis sehr viele Zweikämpfe verloren, da Ciudad sehr viel Druck ausgeübt hat. Damit ist unsere Abwehr nicht zurecht gekommen. Der Sieg ist hochverdient. Am Freitag versuchen wir, ein anderes Team zu präsentieren.“

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