Das Studium

Je schwieriger die Arbeitsmarktsituation wird, desto beliebter wird das Studium bei jungen Leuten. Aber schon im Vorfeld gibt es Vieles zu beachten. So gibt es zum Beispiel bestimmte Studiengänge mit verschiedenen Hochschulabschlüssen. Schon fast zum Standard gehören Bachelor- und Masterstudiengänge. Der Bachelorstudiengang ist der erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss, der nach 6 Semestern erworben werden kann. Wer dann noch 2 bis 4 Semester weiter macht, kann damit den Mastergrad erwerben. Das Besondere an diesen Studiengängen ist ein Leistungspunktesystem, den Credit Points. Durch dieses Punktesystem lassen Studienleistungen sich bedeutend besser vergleichen.

Abschlüsse

Die Bachelor- und Masterstudiengänge haben zu einem großen Teil die Bezeichnungen Diplom, Magister oder auch das Staatsexamen schon ersetzt. Wie gut die Hochschulen mit ihren neuen Studiengängen sind, können die Studieneinrichtungen durch Akkreditierungsagenturen prüfen lassen. Ist die Prüfung gut verlaufen, bekommen sie das Gütesiegel „akkreditiert“. Etwas ganz Besonderes ist das duale Studium. Bei diesem handelt es sich um ein geteiltes Studium. Ein Teil der Studienzeit wird im Unternehmen als Ausbildungszeit verbracht, während der andere Teil an einer Hochschule absolviert wird, die verschiedene duale Studiengänge anbietet. Oft kann in diesem Rahmen auch ein Abschluss in einem anerkannten Beruf erworben werden. Wie das duale Studium genau abläuft und welche Berufsinhalte vermittelt werden, kann in der Regel auf den Portalen der Hochschulen nachgelesen werden. Interessant dürfte in diesem Zusammenhang auch ein Tag der offenen Tür sein. An solchen Tagen kann nicht nur die Hochschule angesehen werden, sondern die zukünftigen Studenten können auch mit Dozenten und Studenten reden. So erhalten sie einen kompletten Überblick.

Sonderformen des Studiums

Andere Sonderformen des Studiums sind zum Beispiel internationale Studiengänge, Zusatzstudiengänge oder Ergänzungsstudiengänge, um nur ein paar zu nennen. Wer an einer deutschen Hochschule studieren möchte, musste bislang dafür mindestens Abitur oder Fachhochschulreife mitbringen. Das hat sich in den letzten Jahren etwas verändert. Inzwischen können auch Praktiker, die über genügend Berufserfahrung verfügen, zum Studium zugelassen werden. Damit können jetzt auch Interessierte zum Studium zugelassen werden, die kein Abitur haben. Das ist allerdings nicht einfach und mit einigen Auflagen verbunden. Welche Auflagen das im Einzelnen sind, kann am besten bei den Studieneinrichtungen selber nachgefragt werden. Auf jeden Fall sollten sich Interessierte im Vorfeld genau informieren. Ganz sicher ist für ein Studium ohne Abitur eine berufliche Ausbildung erforderlich.

Die Voraussetzungen für den Beginn eines Studiums

Generell gilt schon der erfolgreiche Abschluss einer Berufsausbildung als berufliche Qualifikation. Zusätzlich wird oft eine mehrjährige Berufspraxis vorausgesetzt, wenn kein Abitur nachgewiesen werden kann. Die genaueren Voraussetzungen können von den einzelnen Studieneinrichtungen individuell festgelegt werden. In der Regel wird man ohne Abitur nur zu einem Studium zugelassen, in dem man auch eine berufliche Erfahrung nachweisen kann. Wer in seiner Berufsausbildung besonders gut war und mindestens über eine zweijährige Berufserfahrung verfügt kann bei einem ersten akademischen Hochschulstudium unter Umständen von der Bundesregierung ein Aufstiegsstipendium bekommen. Vergeben werden die Aufstiegsstipendien von der Stiftung Begabtenförderung. Diese Stiftung wählt die talentierten Leute aus und begleitet sie auch während der gesamten Studienzeit. Das Programm richtet sich in der Hauptsache an fähige Fachkräfte, die sich ihren Zugang zum Hochschulstudium durch eine mehrjährige Berufserfahrung erworben haben. Die Zusage des Stipendiums bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass eine Zulassung zur Hochschule erworben wurde.

Foto: Dmitry Nikolaev – Fotolia.com

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