Der Beruf des Rechtsanwaltes

Der Beruf des Rechtsanwaltes – mehr als nur Gerichtsaal und staubige Akten! Wer an das Berufsbild Rechtsanwaltes denkt, hat sofort die unzähligen Gerichtssendungen aus dem Fernsehen im Kopf. Umwerfende Plädoyers und ein Flirt mit den Richtern, kann so manches Urteil in dir richtigen Bahnen lenken. Für gewöhnlich sind das Leben und der Beruf eines Rechtsanwaltes weniger spektakulär, dafür mit einer Menge an Arbeit verbunden. Natürlich bedarf es mehr als reinem Fleiß und Ausdauer, denn auch eine gute Ausbildung ist im Anwaltswesen ein wichtiges Kriterium um erfolgreich seine Arbeit verrichten zu können.

Anwaltsbilder aus Film und Fernsehen prägen uns Menschen!

Die Gerichtstermine, die man aus dem Fernsehen kennt, erfolgen meist in nur kurzen Abständen aufeinander und man würde meinen, dass der Anwalt nur im Gerichtssaal seine Tätigkeiten erfüllt. In Wahrheit findet der Beruf eines Anwaltes zu 70 Prozent außergerichtlich statt. Vor allem die vorbeugende Beratung, zählen bei einem Anwalt zu den vorwiegenden Tätigkeiten. Ein guter Umgang mit Menschen ist daher unumgänglich und daher nicht auszugrenzen. Im Gegensatz zu vielen Vorurteilen liegt es dem Rechtsanwalt nicht daran, teure Prozesse entstehen zu lassen, sondern dieser ist bemüht, eine Einigung außerhalb des Gerichtssaales zustande zu bringen. Somit trägt ein Rechtsanwalt, aber auch jeder andere Anwalt eine hohe Verantwortung, da seine Ratschläge unumstritten Konsequenzen nach sich ziehen werden.

Prädikatsexamen – unumgänglich für eine gute und hoch qualifizierte Stellenauswahl

Auch die unzähligen Sachverhalte müssen von einem Anwalt auf höchstem Niveau geklärt werden. Meist ergeben sich daraus aber keine spektakulären Prozesse, wie ein mancher erwartet. Auch die Berufsaussichten sind etwas geringer einzuschätzen als noch vor 10 Jahren. Immerhin bekommt ein guter Absolvent noch immer sehr hohe Einstiegsgehälter von bis zu 92.000 Euro per anno. Meist werden diese hervorragenden Studenten direkt von der Uni abgeworben. Wer weniger Glück hat und als Angestellter seine Dienste beginnt, kann mit einem Fixgehalt von etwa 2600 Euro brutto rechnen oder sich selbständig machen. Dabei ist die Entscheidung eine eigene Kanzlei zu eröffnen, mit einigen Schwierigkeiten verbunden und stellt zusätzlich eine hohe Belastung für Körper und Geld dar. Bevor man jedoch diesen Schritt wagen kann, sollte man sein Studium abschließen und in einigen Praktiken, Erfahrungen sammeln. Denn nahezu keiner möchte Studenten ohne Erfahrungen im eigenen Berufsbild.

70 Prozent der Jurastudenten werden Rechtsanwälte!

Eine Ausbildung eines Anwaltes besteht aus 3 Stationen die bei Gericht durchgearbeitet werden. Diese sind Gericht, Verwaltung und natürlich auch in einer Anwaltskanzlei. Da etwa 2 Drittel der Anwälte zum Beruf des Rechtsanwaltes tendieren, wird das Verwaltungspraktikum in vielen Fällen zu Gunsten der Ausbildung gekürzt. Auch Anwälte mit Sprachkenntnissen sind in der heutigen, interkulturellen Zeit sehr gefragt. Im Falle eines Rechtsanwaltes lohnen sich vor allem jene Sprachen aus dem Osteuropäischen Raum, wie das ehemalige Jugoslawien aber auch türkisch ist hier von großem Vorteil. Alles in allem zählt in Bezug eines Rechtsanwaltes eine gute und fundierte Ausbildung mit dementsprechender Berufserfahrung. Des Weiteren sollte dem Anwalt der Umgang mit Menschen liegen und ein gutes Einfühlungsvermögen in die Thematik seiner Mandanten mitbringen. Somit zählt auch heute noch das Berufsbild des Anwaltes zu den Betätigungsfeldern mit Zukunftsperspektive.

Foto: Stefan Germer – Fotolia

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