Die bekanntesten Anleiheformen in der Übersicht

Anleihen gehören zu den gängigsten Formen der Kapitalanlage und Finanzierung. Sie werden zur Beschaffung umfangreicher Finanzmittel von Staaten, internationalen Organisationen, Finanzdienstleistern und anderen Unternehmen emittiert. Dank der Stückelung und Handelbarkeit als Wertpapier richten sie sich an ein breites Anlegerpublikum.


Wesentliches Merkmal einer Anleihe ist die Verzinsung. Sie stellt den Preis für die Kapitalbereitstellung durch die Anleihegläubiger dar. Hier ist ein Überblick über die häufigsten Anleihetypen.

Verzinsungs- und Tilgungsformen

Anleihen können nach verschiedenen Kriterien differenziert werden. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist die Art der Verzinsung und Tilgung:

  • Festzins-Anleihen: sind mit einer festen Verzinsung und Laufzeit ausgestattet. Die Tilgung erfolgt bei Laufzeitende. Die Festzins-Anleihe, wie sie z.B. auch thomas-lloyd.de anbietet, ist die am weitesten verbreitete Anleiheform.
  • Variabel verzinsliche Anleihen: haben eine feste Laufzeit, aber eine variable Verzinsung. Sie orientiert sich an einem Referenzzinssatz wie dem LIBOR oder EURIBOR.
  • Nullkupon-Anleihen: haben keine Zinskupons, aber eine feste Laufzeit. Die Verzinsung erfolgt hier über die Differenz zwischen Ausgabekurs und Rückzahlungsbetrag.
  • Tilgungsanleihen: besitzen meist eine feste Verzinsung und eine festgelegte Maximallaufzeit. Die Rückzahlung erfolgt zu mehreren Terminen über einen bestimmten Zeitraum. Die jeweils zurückzuzahlenden Anleiheteile werden ausgelost.
  • Annuitätenanleihen: sind mit gleichmäßigen Zins- und Tilgungszahlungen über die Laufzeit ausgestattet.
  • Perpetuals: sind Anleihen ohne Tilgung. Die Zinszahlung stellt eine sogenannte ‚ewige Rente‘ dar.

Anleihen mit besonderen Rechten und Ausgestaltungen

Darüber hinaus gibt es Anleihen, die mit besonderen Rechten und Regelungen bezüglich der Tilgung ausgestattet sind:

  • Wandelanleihen: hier hat der Gläubiger das Recht, seine Anleihepapiere ab einem bestimmten Zeitpunkt in Aktien des Emittenten zu tauschen.
  • Optionsanleihen: sind mit einer – auch separat handelbaren – Option zum Erwerb von Aktien des Emittenten ausgestattet.
  • Doppelwährungsanleihen: die Zinsen werden in einer anderen Währung gezahlt als der Rückzahlungsbetrag.
  • Indexanleihen: die Rückzahlung ist an einen bestimmten Index, zum Beispiel einen Aktienindex, Rentenindex oder Rohstoffindex gebunden. Eine besondere Form sind inflationsindexierte Anleihen.

Chancen und Risiken von der Ausgestaltung abhängig

In Abhängigkeit von der Ausgestaltungsform besitzen Anleihen spezifische Chancen und Risiken. Je nach Emittenten, Art der Verzinsung und Rückzahlung bestehen unter anderem Bonitäts-, Zinsänderungs- und Inflationsrisiken. Im Vergleich zu Anlagen wie Aktien, Optionen und sonstigen Derivaten gelten sie als vergleichsweise sicher.

Bild: Thomas Reimer – Fotolia

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