Die Kfz-Steuerabwicklung wird künftig über den Zoll geregelt

Für die Abwicklung der Kfz-Steuer zeigt sich ab diesem Jahr der Zoll verantwortlich. Bis spätestens zum 30. Juni übernimmt die Behörde diese Kompetenz in allen Bundesländern. Damit vollzieht sich nun, was der Gesetzgeber bereits vor über fünf Jahren beschlossen hat.




Zoll kümmert sich fortan um die Kfz-Steuer

Bisher zogen die Landesfinanzbehörden die Kfz-Steuer ein, nun übergeben sie diese Aufgabe schrittweise an den Zoll. Angesichts der großen Datenmenge für rund 58 Millionen Fahrzeuge erfolgt die Übernahme zeitlich versetzt. So organisiert der Zoll bereits seit Februar die Steuererhebung in den Ländern Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Im März folgten Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Im Mai schließt der Zoll diesen Prozess unter anderem mit den Ländern Bayern und Sachsen ab. Steuerzahler sollten dies registrieren, Handlungsbedarf besteht aber nicht. Die Behörde führt die aktuellen Datensätze fort. Als Kontaktbehörde für An-, Um- und Abmeldungen fungieren weiterhin die örtlichen Zulassungsstellen. Nur den Steuerbescheid erhalten Bürger künftig von einem anderen Absender, an den sie sich auch bei einem eventuellen Widerspruch wenden müssten.

Ausweitung der Kompetenzen: Bisher nur für In- und Exporte zuständig

Durch den Zuständigkeitswechsel gewinnt der Zoll enorm an Bedeutung: Es handelt sich immerhin um ein jährliches Steueraufkommen von rund 8,5 Milliarden Euro und einen erheblichen Verwaltungsaufwand. Bis dato verantworteten Zollbeamte ausschließlich die Ein- und Ausfuhr von Fahrzeugen. So stellen sie Ausfuhrbescheinigungen und Export-Kennzeichen aus und prüfen, ob Zollgebühren anfallen. Im Vergleich zu den einfach konstruierten Regeln der Kfz-Steuer bedeutet das für Bürger deutlich mehr Bürokratie. Sie sollten bei der Abwicklung auf eine Zollagentur zurückgreifen, um alle Formalien korrekt einzuhalten und sich nicht intensiv mit den Bestimmungen auseinandersetzen zu müssen – informieren Sie sich zum Beispiel hier auf de.porath.com.

Wenige Änderungen für Steuerzahler

Die neue Organisation bei der Kfz-Steuer hat auf die Bürger kaum Auswirkungen. Daten wie angemeldete Fahrzeuge und Einzugsermächtigungen betreuen nun Zollbeamte, Steuerzahler müssen nicht aktiv werden. Viele werden die Umstellung wahrscheinlich erst merken, wenn sie auf dem nächsten Steuerbescheid einen anderen Absender entdecken.

Bild: Janet Layher – Fotolia

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.