Einen Mittelklassewagen kaufen – nicht immer einfach, meistens nervig

In jedem Verbaucher Forum findet man sie: Die Threads heißen „Hilfe! Ich kann mich nicht entscheiden!“ oder „Plz Help bei Wagenbewertung“. Es gibt da eine Menge Fachwissen und eine Menge Unfug zu bestaunen, die vielen Hilfegesuche verdeutlichen aber ein Problem, was der Sparwillige gerade beim Kauf eines Mittelklassewagens hat.

Er kann sich nicht entscheiden. Kauft man sich einen wirklich billigen Wagen, dann gibts das Problem nicht. Hier gewinnt einfach das Auto, das am Wenigsten kostet und dabei noch halbwegs gut fährt, das ist dann meistens von VW oder Skoda… Solls ein richtig teurer Schlitten sein, ist die Preissache sowieso Nebensache und man nimmt einfach den, der einem am besten gefällt. Schließlich kaufen sich die wenigsten Leute wirklich teure Wagen, wenn sie sich die nicht leisten können.

Nein, das echte Problem liegt im Kauf eines Mittelklassewagens. Anders als beim Stromanbieter vergleichen zählt hier nämlich keineswegs, dass das billigste Modell automatisch das beste ist. Es gilt, eine nur von ausgefuchsten Kennern hinzubiegende Balance einzuhalten zwischen Aussehen und Preis und Leistung und Komfort und… am besten sollte es auch noch ein originelles Auto sein, was nicht ständig auf der Straße herumfährt. Die Mittelklasse krankt also daran, dass sie alles auf einmal will und von jedem Wert, nun ja, die Mitte anbieten möchte. Einen Audi A4 kaufen? Nein, zu teuer… ein Jahr warten, bis das neue Modell der Serie gebraucht zu haben ist? Stattdessen einen Skoda Superb? Sieht gut aus, aber Skoda? Oder doch lieber einen BMW M3 gebraucht kaufen?

Während dem geneigten Autokäufer diese Fragen durch den Geist schwirren, irrt er jahrelang von Autohaus zu Autohaus, ohne sich bewusst zu werden, dass er mit einem Billigauto von vornherein besser gefahren – und angekommen – wäre.

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