Erasmus Qualitätssiegel

Das Erasmus Qualitätssiegel ist eine Auszeichnung, die der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) an Hochschulen vergibt, die sich besonders um die Mobilität von Studierenden und Dozenten verdient gemacht haben. Es ist an das akademische Programm „Erasmus“ angegliedert, das international den Austausch von Studierenden innerhalb von Universitäten erleichtern soll, ihnen aber auch das Absolvieren von Praktika im Ausland ermöglichen soll. Zudem unterstützt Erasmus den Austausch von Dozenten und Hochschulmitarbeitern finanziell.

Jährliche vergabe des Erasmus Qualitätssiegels

Mit dem Erasmus Qualitätssiegel, das jährlich vergeben wird, sollen mehrere Ziele erreicht werden: Zunächst einmal soll es als Auszeichnung auf die hohe Qualität der Austauschaktivitäten einer Hochschule hinweisen und diese somit besonders hervorheben. Dadurch kann das Erasmus Qualitätssiegel als eine Entscheidungshilfe für Studierende und Dozenten dienen, die einen Auslandsaufenthalt anstreben. Des Weiteren sollen die Verantwortlichen für ihre Leistung und ihr Engagement geehrt werden, was ihnen selbst und wiederum der Hochschule, an der sie tätig sind, zugute kommt. Außerdem sollen auch Politiker und Führungskräfte in der freien Wirtschaft durch das Erasmus Qualitätssiegel die Möglichkeit erhalten, die ausgezeichneten Hochschulen als besonders engagiert wahrzunehmen und ihre künftigen Entscheidungen und Handlungen dementsprechend auszurichten. Nicht zuletzt dient es auch dazu, Hochschulen, die nicht auszeichnet wurden, einen Anreiz zu geben, ihre Bemühungen um Mobilität zu verbessern, und die ausgezeichneten Hochschulen dazu zu ermutigen, ihre Bemühungen fortzusetzen.

Begutachtung erfolgt unabhängig nach verschiedenen Kriterien

Die Hochschulen werden von unabhängigen Gutachtern beurteilt, die sich an vier Kriterien orientieren sollen, um eine Entscheidung über die Vergabe des Erasmus Qualitätssiegels zu fällen. Das erste Kriterium ist das der Innovation: Hier wird beurteilt, wie neuartig und wie originell die Mobilitätsmaßnahmen einer Hochschule sind, zum Beispiel auch bei der Ausgestaltung von Bachelor- und Masterprogrammen. Als zweites Entscheidungskriterium dienen die konkreten Ergebnisse, die sich vor allem anhand eindeutiger Zahlen messen lassen. Das dritte Kriterium ist die Qualität der Maßnahmen in Hinblick auf die Verwaltung der Austauschvorhaben. Hier betrachtet man beispielsweise die Eingliederung von Leistungsnachweisen, die im Ausland erworben wurden, in die deutschen Studienordnungen, wodurch ein barrierefreies Studium gewährleistet werden soll. Als viertes und letztes Kriterium für die Vergabe des Erasmus Qualitätssiegels gilt die Nachhaltigkeit der Mobilitätsmaßnahmen, die möglichst langfristig angelegt und unterstützt werden sollen.

Die Hochschulen können sich selbst für die Auszeichnung mit dem Erasmus Qualitätssiegel bewerben und müssen zunächst einen allgemeinen Überblick über ihre Gestaltung des Austausches geben. Im Anschluss daran sollen sie genau darlegen, wie sie die obigen vier Kriterien erfüllen und weshalb sie das Erasmus Qualitätssiegel erhalten sollten.

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