Fassadeänderung: welche Baugenehmigung?

Wer seine Fassade verschönern und/oder verbessern möchte, muss diverse Dinge beachten. Denn für gewisse Bauvorhaben ist eine Baugenehmigung dringend erforderlich.

Je nach Art der gewünschten Veränderung muss eine Genehmigung beantragt werden. Während bestimmte Maßnahmen auch ohne vorherigen Antrag durchgeführt werden können, sind andere in jedem Fall genehmigungspflichtig.

Allgemeine Hinweise zur Fassadenänderung

Wer seine Fassade mit der Änderung des Verputzes oder dem Einbau neuer Türen und Fenster verändern möchte, sieht sich mit der Frage konfrontiert, ob hierfür eine Baugenehmigung erforderlich ist oder nicht. Grundsätzlich kann hier keine Aussage getroffen werden, die deutschlandweit Gültigkeit besitzt, da sich die Vorschriften von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Während etliche Maßnahmen grundsätzlich genehmigungsfrei sind, können sich durch eine Fassadenänderung mitunter jedoch gravierende Nutzungsänderungen ergeben. Daher ist es unbedingt zu empfehlen, sich vorab hinreichend über die Erforderlichkeit einer Baugenehmigung zu informieren.

Für welche Fassadenänderungen ist ein Bauantrag nötig?

Trotz vieler Unterschiede in den Bundesländern gibt es aber auch einige Vorschriften, die für jedes Bundesland gelten: Wer beispielsweise plant, seine Fassade mithilfe von Verblendungen aus einem zweischaligen Mauerwerk mit eigenen Fundamenten zu verändern, muss in jedem Fall einen Antrag stellen. Wer hingegen seiner Fassade einen neuen Anstrich oder eine neue Verfugung verpassen möchte, muss keine Genehmigung beantragen. Dies gilt in aller Regel auch für den Einbau oder den Austausch von Fenstern und Türen sowie für die Installation von Solaranlagen. Sollte für das betreffende Gebäude eine Gestaltungssatzung existieren, ist diese Regelung allerdings hinfällig. Wer Maßnahmen an einem denkmalgeschützten Haus plant, muss in jedem Fall eine Erlaubnis vorab einholen.

Was es sonst noch zu beachten gibt

Da sich durch die Änderung einer Fassade, etwa im Zuge einer Wärmedämmung, auch eine Veränderung der zulässigen Abstandsfläche ergeben kann, ist eine Fassadenänderung nur dann zulässig, wenn die Baumaßnahme einer Verbesserung des jeweiligen Wärmeschutzes dient und die Stärke der nachträglichen Bekleidung einen bestimmten Mindestabstand zur Nachbarsgrenze einhält. Die für eine Baugenehmigung erforderlichen Vorlagen sind in der jeweiligen Bauprüfverordnung geregelt. Im Normalfall ist hierfür ein Lageplan auf Grundlage einer Flurkarte erforderlich, in welche das Bauvorhaben einzutragen ist. Diese Vorlagen können lediglich durch eine baulagenberechtigte Person durch Unterschrift anerkannt werden.

Foto: Jürgen Effner – Fotolia

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