Flurkarte

Die Flurkarte wurde ungefähr 1870 in Deutschland eingeführt und gilt als ein amtliches Dokument. Es wird auch Lageplan oder Liegeschaftkarte genannt.

Neben der exakten Lage der Grundstücke, die Grundrisse und der Größe der Grundstücke und Gebäude sind auch topografische Eigenschaften, Wege, Gewässer, Straßen, die Grenzen, die Flurnamen und Flurnummern, Wälder, Wiesen, die Gemeindegrenzen, Gebäudenummern, der Schienenverkehr auf der Flurkarte zu sehen. Aber auch Verwendungszwecke der Grundstücke, wie Flächennutzung, die Bebauung und Altlasten sind in der Flurkarte verzeichnet. Außerdem die Himmelsausrichtung der Grundstücke und Gebäude. Flurstücke werden auch Parzelle genannt. Im Gegensatz zu einem Grundstück kann an einem Flurstück kein Eigentumsrecht ausgeübt werden. Es gibt verschiedene Arten von Fluren. Einige sind nach ihrer Form benannt, wie die Bockflure oder die Streifenflure, andere deuten auf die Art des Landes hin, wie Gewannflur oder Hufenflure. Flurstücke sind definierte Teile der Erdoberfläche. Die Flurkarten werden in der Regel von für Bauämter sowie für Käufer von Gebäuden und Grundstücken so wie für Bauanträge gebraucht und sind beim Katasteramt zu bekommen. Allerdings ist eine Gebühr zu errichten. Das Katasteramt wird auch Vermessungsamt oder Liegenschaftsamt genannt. In seinem Bezirk ist das Katasteramt unter anderem für die Erhebung, die Weiterentwicklung und die Übermittlung der Daten des Liegenschaftskatasters, für die Flurstückgrenzen sowie für die Erhebung und die Bereitstellung topografischer Informationen zuständig. Die Grundlage für die Arbeit der Katasterämter ist das Landesgesetz über das amtliche Vermessungswesen (LGVerm) vom 20. Dezember 2000. Sie erfüllen Aufgaben gemäß den Vorgaben des Baugesetzbuchs (BauGB). Auf der Flurkarte kann sich ein potenzieller Interessent über ein Grundstück, die Region und auch die gesamte Nachbarschaft informieren.

grundlage der Gebäudebeurteilung

Außerdem wird die Flurkarte von der Bank zur Beurteilung bei einer Finanzierung für ein Gebäude benötigt. Sie gehört neben dem Grundbuchauszug mit zu den benötigten Unterlagen für eine Baufinanzierung. Seit den 90er Jahren gibt es die Digitale Flurkarte (DFK) die laufend aktualisiert wird. Die Flurkarte in digitaler Form wird auch Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK) genannt. Bei den meisten Ämtern kann man heute zwischen der Digitalen- und der Papierform wählen. Flurkarten werden vor allem in den Maßstäben 1:250, 1:500, 1:1.000, 1:2.000 ausgeteilt. Die üblichen Formate sind DIN A4, DIN A3 und beliebig bis DIN A0.

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