Gesellschaftsproblem Schulden: Jeder zehnte Deutsche ist überschuldet

Die statistischen Erhebungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform zeigen keine Entspannung bei den Überschuldungsquoten. Die absolute Anzahl der überschuldeten erwachsenen Personen stagniert zwar, aber die Tendenz zeigt nach oben.


Anzahl der überschuldeten Personen stagniert

Nur geringfügig hat sich die absolute Anzahl derjenigen Personen verändert, die nicht mehr in der Lage sind, ihre Verbindlichkeiten zuverlässig zu bestreiten. Dabei ist der Anteil der Jungen und ganz Alten erschreckend hoch, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform ermittelt hat. Zwar ist die ausgewiesene höhere Quote von 9,81 Prozent für 2013 auf die Korrektur der Einwohnanzahl zurückzuführen, das ändert aber nichts an der dramatischen Tatsache: Fast jeder zehnte Deutsche kann seine Schulden nicht mehr zurückzahlen. Die regionalen Unterschiede fallen auf, denn nur Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen bleiben unterhalb der durchschnittlichen Quote. Am schlimmsten ist die Situation in Bremen mit 13,9 Prozent, in Berlin mit 13,1 Prozent und in Sachsen-Anhalt mit 12,4 Prozent. In diesen drei Bundesländern musste eine erhebliche Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden.

Sinnvolle Auswege suchen – Schuldenberatung

Für Betroffene empfiehlt sich der konsequente Weg zu einer professionellen Schuldenberatung, die von verschiedenen Einrichtungen angeboten wird, zum Beispiel auf http://www.schuldendirekthilfe.de. Auch wenn die Wartezeiten vielleicht lang sind, können wichtige Vorbereitungsarbeiten erledigt werden. Zunächst ist der Überblick über die aktuelle finanzielle Situation zu erstellen, um dann eine geeignete Strategie oder im Ernstfall die Privatinsolvenz ins Auge fassen zu können. Stehen den aufgelaufenen Forderungen nur wenige Einnahmen gegenüber, müssen Konsequenzen in Betracht gezogen werden. Lässt sich die Einnahmeseite nicht steigern, bleibt nur der Weg zur Entschuldung im Rahmen einer Privatinsolvenz. Dabei werden alle Einnahmen, die über den persönlichen Pfändungsfreibetrag hinaus generiert werden, unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters an die Gläubiger verteilt. Nach einer Wohlverhaltensphase kann dann der Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt werden. Unter dem Strich bedeutet dies rund sieben Jahre Einschränkung, um danach wieder neu starten zu können.

Konsequent die Schulden in Angriff nehmen

Auch wenn es vielen verschuldeten Menschen schwer fällt, die Konfrontation mit der Situation kann nicht vermieden werden. Bereits jeder zehnte Deutsche gilt als überschuldet, so dass dringend eine Schuldenberatung zu empfehlen ist. Ein konsequenter Kassensturz wird zeigen, ob eine Privatinsolvenz der einzige Ausweg ist.

Image: fovito – Fotolia

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