GWD Minden rettet sich in letzter Minute

Der letzte Spieltag in der Handball-Bundesliga bot die Bühne für einen dramatischen Abstiegskrimi. Während der deutsche Meister THW Kiel im Heimspiel gegen die HSG Wetzlar leichtes Spiel hatte, mit 35:26 (20:12) gewann und danach ausgiebig das Double feierte, lieferten sich GWD Minden, der TUSEM aus Essen und der TuS N-Lübbecke ein spannendes Fernduell um den Klassenerhalt. Am Ende entschied bei Punktgleichheit die Tordifferenz. Dabei gelang den Mindenern, die mit der vermeintlich schlechtesten Ausgangsposition ins Abstiegsrennen gingen, mit dem überraschenden 29:28 (15:12)-Erfolg bei der schon für die Champions League qualifizierten SG Flensburg-Handewitt die Sensation des Spieltags. Die Mindener retteten sich damit auf den 15. Platz.

Die Ostwestfalen profitierten dabei vom Ausrutscher des TUSEM, der im Heimspiel gegen MT Melsungen nur 35:35 (18:18) spielte. Zwar hatte es der TUSEM selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu sichern. Doch trotz einer 32:31-Führung in der hektischen Schlussphase konnte der Klub das Spiel nicht für sich entscheiden. Am Ende müssen die Essener froh über den einen Punkt sein, der ihnen zumindest die Chance eröffnet, in der Relegation gegen die HSG Düsseldorf die Erstklassigkeit zu bewahren.

Verlierer des Tages war der TuS N-Lübbecke, dem selbst ein 30:26 (11:14)-Heimerfolg gegen den Aufsteiger Füchse Berlin nicht mehr half. In einem Wechselbad der Gefühle – mal war der TuS drin, mal war er draußen – mussten die Ostwestfalen am Ende trotz eines souveränen Sieges zusehen, wie weder Minden noch Essen die entscheidenden Punkte verloren. Wie auch der Wilhelmshavener HV, der im letzten Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 30:27 (14:22) unterlag, steigen die Nettelstedter ab.

Alle anderen Entscheidungen dieser Saison waren bereits im Vorfeld des Spieltags gefallen. Neben dem THW Kiel als Meister und der SG Flensburg-Handewitt als Tabellenzweiter wird auch der HSV Hamburg, der im Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen mit 29:24 (13:9) die Oberhand behielt, in die Champions League einziehen. Dank des Europacup-Gewinns der HSG Nordhorn, die vor heimischem Publikum auch den TBV Lemgo mit 41:39 (20:19) bezwang, darf die Bundesliga in der kommenden Saison erneut drei Teams in den EHF-Cup schicken. Es sind dies die Rhein-Neckar Löwen, der VfL Gummersbach, der daheim gegen Magdeburg mit 33:35 (15:17) unterlag, und der TBV Lemgo. Die Grafschafter werden nicht den EHF-Cup verteidigen, sondern treten in der nächsten Saison im Europacup der Pokalsieger an.

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