iPhone 5 im Kameratest



Wer ein Smartphone mit einer guten Fotoeinheit besitzt, der fragt sich wahrscheinlich, warum man überhaupt noch eine separate Kompaktkamera dabei haben sollte. Diese Überlegung ist nicht unberechtigt, wie dieser Test der Kamera im iPhone 5 zeigt.
Eine Digitalkamera im Smartphone, das ist doch nur eine nette Beigabe, werden die meisten denken. Dabei können Geräte wie das iPhone 5 qualitativ und von den Funktionen inzwischen viele Aufgaben von Kompaktkameras übernehmen – man muss sich nur über die Grenzen im Klaren sein.

Die Fakten

Die Digitalkamera nimmt Bilder mit bis zu 8 Megapixeln (3.264 x 2.448 Pixel) auf. Sie hat zwar kein aufwändiges Objektiv, doch die Optik mit 4,13 mm Brennweite (35 mm äquivalent zu Kleinbild) agiert mit Autofokus, bei dem man den Bereich, auf den die Einheit scharf stellen soll, auf dem Display durch Antippen wählen kann. Gegen Verwackeln hilft zudem eine Bildstabilisierung, die auch bei Videoaufnahmen funktioniert. Der integrierte Blitz benutzt zwar nur eine LED, doch für die meisten Fälle reicht das vollkommen aus. Der Sensor der Kamera im iPhone 5 ist äußerst lichtstark und bietet einen dynamischen „Low-Light“-Modus sowie eine Blende von 2,4.

Sonderfunktionen

Die Kamera bietet einige Funktionen, die man bei vielen Digitalkameras noch nicht bekommt. So kann jedes Foto mit einem GPS-Stempel versehen werden (Geotagging). Die Möglichkeit, Fotos per WLAN zu übertragen sowie direkt in Social Media-Services zu laden oder auszudrucken, sei hier nur am Rand erwähnt. Die Gesichtserkennung der iPhone-5-Kamera bieten inzwischen fast alle normalen Fotoapparate auch.

Dazu kommt natürlich, dass das Smartphone als Kamera nicht immer sofort wahrgenommen wird, zumal das iPhone im Stummmodus überhaupt nicht verrät, dass Sie damit Aufnahmen schießen. Prozessor und Kamera sind übrigens so schnell, dass damit auch sehr gut Serienaufnahmen möglich sind. Den Profi wird vielleicht stören, dass die Bilder nur als JPG abgelegt werden und somit direkt komprimiert sind. Der Zugriff auf die RAW-Daten ist nicht möglich.

Software

Während man bei der Nutzung der Kamera bei reinen Fotoapparaten auf die jeweilige Firmware (integrierte Software) des Herstellers angewiesen ist, kann man bei Smartphones diese Einheit durch verschiedene Apps nutzen lassen. Dadurch kann auch Apple selbst Funktionen implementieren oder durch Updates nachträglich hinzufügen.
In der Kamera-App von iOS 6, dem Betriebssystem des iPhone 5, ist beispielsweise eine Funktion enthalten, mit der man ein besonders breites Panoramafoto erstellen kann. Bereits seit längerem ist die Möglichkeit implementiert, HDR-Fotos mit besonders hohem Kontrast anzufertigen.
Und wie gut fotografiert die Kamera? Verschiedene Magazine und auch Stiftung Warentest haben die Kamera bereits begutachtet und für gut befunden. Bei der Stiftung Warentest landete die Kamera in Heft 1/2013 auf dem ersten Platz. Connect stellte bei Außenaufnahmen die ausgewogensten Bilder fest, nur innen waren die Farben etwas kräftig sowie der Blitz trotz LED sehr hell.

 

Fazit

Eine große Digitalkamera bietet mehr Funktionen und wird allein durch die flexibleren Objektive für Fotoamateure eher geeignet sein. Doch als Zweitkamera oder für den schnellen Schnappschuss zwischendurch ist sie sehr gut geeignet. Anspruchsvolle Amateure sollten in eine robuste Halterung mit Stativanschluss investieren sowie in das Camera Connection Kit, um die Fotos direkt auf SD-Card abzuspeichern. Außerdem gibt es eine ganze Reihe von Apps, mit denen sich die Kamera selbst pimpen als auch die Fotos perfekt nachbearbeiten lassen.


Quelle: http://www.apple.com/de/pr/products/iphone/iphone.html

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