Ist der Höhenflug von Macao zu Ende?

Macao liegt rund 65 Kilometer von Hongkong entfernt. Im einzigen Ort Chinas, wo Glücksspiel legal ist, findet man 35 Casinos. Die jährlichen Glücksspiel-Einnahmen schossen gewaltig in die Höhe, wie man hier erfahren kann. Sie stiegen von weniger als 3 Milliarden Dollar im Jahr 2002 auf 45 Milliarden Dollar im letzten Jahr. Das ist etwa das 7-fache der Erlöse, die auf dem berühmten Strip in Las Vegas, der bis vor kurzem weltweit größten Casinostadt, eingenommen werden. Die ehemalige portugiesische Kolonie im südchinesischen Meer ist seit einigen Jahren unangefochten die Nr. 1 unter den Glücksspielplätzen dieser Welt. Etwa die Hälfte der Besucher der Casinos kommt vom chinesischen Festland, 30% sind Bewohner Macaos und der Rest kommt aus Taiwan und Korea.

Hat die Jad nach Superlativen ein Ende?

Hier galt in den letzten Jahren das Motto schöner, grösser und teurer. So entstand etwa mit dem Venetian das größte Casino der Welt und einige der weltgrößten Hotels sind hier zu finden. Man findet hier mehr High Roller, das sind Spieler, die um extrem hohe Geldbeträge spielen, als an jedem anderen Ort der Welt. Diese Spieler erhalten natürlich einen besonderen Service, sie bekommen die besten und luxuriösesten Suiten, werden mit dem Privatjet eingeflogen und die Spiele finden abseits der Öffentlichkeit in privaten, gut bewachten, Räumlichkeiten statt.

Ist das die Trendwende?

Aber es scheint, dass der Trend zum Stoppen kommt oder sich sogar umkehrt. Im Januar dieses Jahres war das geringste Umsatzwachstum seit Oktober 2012 zu verzeichnen. Der prozentuale Anteil der Wetten um niedrige Summen nimmt zu und ein Casino, das die niedrigsten Einsätze erlaubt, schreibt die höchsten Gewinne. Mit dem rasanten Aufschwung entstanden aber auch einige Probleme. Das sind zum Beispiel die explodierenden Kosten und die geringe Verfügbarkeit von Arbeitskräften. Aber Tischspiele, insbesondere Baccara, eines der Lieblingsspiele der Chinesen, benötigen Croupiers. Da aber in Macau nur etwa 600.000 Bürger leben und es kaum Arbeitslose gibt, sind Arbeitskräfte rar und deshalb teuer.

Bild Copyright: Stefan Gräf – Fotolia



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