Java-Framework: Was ist das eigentlich?

Gerade Laien stellen sich den Vorgang des Programmierens oft ähnlich wie das Schreiben eines Buchs vor. Das ist grundlegend falsch, denn die Zeiten, in denen ein einzelner Mensch ein Programm von Anfang bis Ende geschrieben hat, sind lange vorbei. Das ist aufgrund der Komplexität und des Umfangs heutiger Software kaum noch möglich, stattdessen kommen sogenannte Frameworks zum Einsatz.

Was ist ein Framework?

Ein umfangreiches Programm enthält heutzutage Hunderttausende, mitunter sogar Millionen Zeilen von Befehlen. Diese alle per Hand einzutippen, würde auch für erfahrene Schreiber Jahre dauern. Aus diesem Grund behelfen sich Entwickler mit Frameworks, die in den jeweiligen Programmiersprachen für spezielle Aufgaben zur Verfügung gestellt werden. Diese Frameworks enthalten zwar kein fertiges Programm, aber das Grundgerüst dafür. Ein ähnlicher Ansatz ist die Verwendung von Bibliotheken. Allerdings gibt es einen prinzipiellen Unterschied: Ein Framework beinhaltet fertig geschriebene Programmteile und Funktionen, es fragt nur bei Bedarf eigenen Code ab. Bibliotheken stellen hingegen nur Routinen zur Verfügung, die explizit aus einem eigenhändig geschriebenen Programm aufgerufen werden müssen.

Welche Vorteile bieten Frameworks?

Zunächst einmal vereinfachen Sie die Entwicklung bedeutend. Sie ermöglichen es dem Programmierer, sich komplett auf seine Kernaufgabe zu konzentrieren. Ein Programmierer muss nur noch die eigene Aufgabe hinzufügen und kann sich so ganz auf darauf konzentrieren, ein konkretes Problem zu lösen, ohne sich mit weiteren Routinen beschäftigen zu müssen. Ein weiterer Vorteil ist die Verwendung von automatisierten Integrationstests, die das Zusammenspiel der einzelnen Programmteile überprüfen. Das Debuggen komplexer Algorithmen wird auf diese Weise bedeutend erleichtert. Durch die Verwendung großer Teile von bereits überprüften und vielfach getesteten Codes wird zudem die Fehlerwahrscheinlichkeit bedeutend gesenkt – das kann die Entwicklungszeit zusätzlich entscheidend verkürzen. Nachteilig wirkt sich allerdings aus, dass speziell geschriebene Programme bei entsprechender Optimierung eine höhere Performance aufweisen.

Für Einsteiger und komplexe Projekte geeignet

Frameworks eignen sich für Anfänger, falls sie die notwendige Zeit investieren, das System zu erlernen. Einige wie z. B. Checkerberry ( http://www.checkerberry.de/) haben sich in diesem Bereich ausgezeichnet bewährt. Auch für komplexe Aufgaben sind sie eine hervorragende Hilfe. Falls jedoch besonders rechenintensive Operationen durchgeführt werden sollen, ist eine zusätzliche Optimierung sinnvoll, die im Nachhinein nur sehr aufwendig durchzuführen ist.

Foto stammt von: Björn Höglund, Fotolia

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