Kanu-Weltverband plädiert für Änderung des Olympia-Programms

Der Kanu-Weltverband ICF will sich kurz vor den Olympischen Spielen für eine Änderung des Kanuten-Programms stark machen.

„Wir überlegen uns, das olympische Programm zu verändern. Erste Überlegungen gehen dahin, die 500 Meter komplett heraus zu nehmen und dafür die 200 Meter einzuführen“, erklärte der Präsident des Kanu-Weltverbandes Ulrich Feldhoff in Duisburg. Noch sind im olympischen Programm zwölf Bootsklassen integriert, sieben Klassen über 500 Meter und fünf über 1000 Meter. Wenn man eine Änderung vorschlägt, müssen die Fachverbände beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorsprechen, wobei entschieden wird, ob die Änderung realisiert werden kann.

Laut dem ICF würden Sprint-Wettbewerbe über 200 Meter für mehr Spannung sorgen. Außerdem könnten die Zuschauer das Rennen besser beobachten. Vorbei wäre es mit der Zeit des Taktierens

Kurz vor dem Weltcup in Duisburg, wo die letzten Chance für die deutschen Kanuten besteht, Olympia-Tickets zu lösen, zeigte sich Feldhoff erfreut, wie viele Nationen gemeldet haben. „Mit 36 Nationen beim Weltcup bin ich sehr zufrieden und auch für die im nächsten Jahr stattfindenden Weltmeisterschaften wird die Schallmauer von 100 Kanu- Nationen nicht unrealistisch sein“, sagte er. Die nächste WM wird im August 2009 im kanadischen Dartmouth ausgetragen.

Für ein Olympia-Ticket müssen in Duisburg über 500 Meter noch Jonas Ems gegen Torsten Lubisch im Kajak-Einer kämpfen und Max Hoff und Martin Hollstein duellieren sich über 1000 Meter für Peking. Wer im Kajak-Zweier der Herren bei Olympia paddeln wird, ist noch nicht klar.

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