Karten-Updates für Navigationsgeräte: das sollten Sie beachten

Ein Navigationsgerät altert schnell – und das vollkommen unabhängig von der technischen Güte des Gerätes selbst. Denn jedes Navi funktioniert nur so gut wie das Kartenmaterial, mit dem es arbeitet. Die Unternehmen, die diese Daten erzeugen, verweisen aber darauf, dass sich 10% der Straßen allein in Deutschland in jedem Jahr ändern. Auch wenn nicht jede kleine Veränderung, wie beispielsweise die Anpassung der Höchstgeschwindigkeit, von großer Bedeutung für die Navigation ist, muss das Kartenmaterial regelmäßig aktualisiert werden.

Markenhersteller garantieren Updates über Jahre hinaus

Lange Zeit war es so, dass neues Kartenmaterial fast so teuer war, wie das Gerät selbst – ein Update erschien dann kaum lohnenswert. Mittlerweile werben viele Hersteller mit einem lebenslangen, kostenlosen Aktualisierungsservice. Grundsätzlich sollte Sie schon beim Kauf darauf achten, dass neues Kartenmaterial nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Dabei geben besonders Markenhersteller eine gewisse Sicherheit, dass dieses Versprechen auch in einigen Jahren noch eingelöst werden kann – bei sehr preiswerten No-Name Produkten kann sich niemand sicher sein, ob die Marke in einigen Jahren überhaupt noch auf dem deutschen Markt angeboten wird. Wer bereits ein älteres Gerät hat und ein kostenpflichtiges Update durchführen möchte, sollte sich gleichzeitig nach einer Neuanschaffung umsehen.

Open StreetMap: Kostenlose Open-Source Alternative

Doch auch bei einem Navi, welches nicht über kostenlose Updates seitens des Herstellers verfügt, kann eine Gratis-Aktualisierung möglich sein: So ist es nicht unüblich, dass das Gerät bis zu drei Monate nach dem Kauf noch einmal auf den neusten Stand gebracht werden kann, ohne dass der Nutzer dafür zahlen muss. Eine weitere Alternative ist der kostenlose Kartendienst Open StreetMap. Wie bei anderer Open-Source-Software auch wird das Kartenmaterial von der Community gepflegt. Im Vergleich zu kommerziellen Kartendiensten ist der Aufwand, Open StreetMap auf das eigene Gerät zu übertragen, aber nicht gering. Außerdem greift die Herstellergarantie nicht mehr, wenn es zu Problemen kommt.

Vor dem Navi-Kauf auf Möglichkeiten der Aktualisierung achten

Navis sind deutlich preiswerter geworden: Grund dafür sind wohl nicht nur die allgemein sinkenden Preise für die Hardware; auch die Tatsache, dass jedes Smartphone heute in der Lage ist, ein Navigationsgerät zu ersetzen, dürfte hierbei eine Rolle spielen. Damit das Gerät aber nicht nachträglich durch hohe Kosten bei den notwendigen Kartenupdates überrascht, sollte bereits vor dem Kauf auf eine kostenlose Versorgung geachtet werden. Eine Alternative: Open StreetMap ersetzt das bisherige Kartenmaterial durch einen kostenlosen Kartendienst.

Bild: Schlierner – Fotolia

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