Mobile Werbung – das Auto als Reklamefläche

Immer häufiger sind sie in Deutschlands Großstädten zu sehen: Rollende Litfaßsäule, die bunt und auffällig durch die Straßen kreuzen und alle Blicke auf sich ziehen. Ein Fiat, der als rollendes Aquarium dient für den wohl bekanntesten Trickfilmfisch aller Zeiten, ein Smart mit Konterfei einer Fashion-Ikone, ein Golf mit einer überdimensionalen Kreditkarte auf der Motorhaube.

Die Amerikaner haben es vorgemacht

Wie so häufig stammt der Trend hin zu den rollenden, poppigen Litfaßsäulen aus Amerika. Es war der Hersteller eines großen, weltweit bekannten Erfrischungsgetränkes, der in Seattle 1993 zum ersten Mal sechs städtische Linienbusse mit seinem Logo versah. Die Kampagne war damals innovativ und sorgte für viel Aufsehen in den Medien, so dass sich die relativ geringen Werbekosten für die sechs Linienbusse auf Grund der kostenlosen Berichterstattung schnell bezahlt machten. Innerhalb kurzer Zeit wurden in vielen Großstädten Amerikas poppige Busse, LKWs und Lieferwagen mit einprägsamen Werbebotschaften zur Selbstverständlichkeit. Kurz darauf wurde auch der private Fuhrpark von der Werbeindustrie erkannt. Für relativ wenig Geld konnte gezielt Werbung gemacht werden. Wichtig ist, dass richtige Klientel auszusuchen, damit die Werbung funktioniert. Den Wagen eines älteren Herren als Werbefläche für trendige Turnschuhe zu benutzen ist genauso sinnlos wie den Wagen eines gepiercten und tätowierten Hardrockers mit der Werbung von Babynahrung zu verzieren.

Rollende Werbung auch in Deutschland

Was in Amerika längst zum alltäglichen Stadtbild gehört, setzt sich aktuell auch in Deutschland durch. Immer mehr Unternehmen profitieren von Privatpersonen, die bereit sind, mit einem rollenden Werbeplakat durch die Gegend zu fahren. Dabei sind sich auch Prominente nicht zu schade dafür, ihren Wagen umzustylen. Jüngstes Beispiel ist der Ex-Rennfahrer Niki Lauda, der zur Subventionierung seiner Mietwagenflotte die Wagenfläche an den meist bietenden Interessanten verkauft. Neueste Geschäftsmodelle gehen dabei noch ein Stück weiter: Eine in Deutschland bekannte Brauerei ließ 1000 VW Fox mit einer einprägsamen Werbefolie stylen und übergab sie dann für zwei Jahre einer ausgewählten Gruppe, die das Image des Werbeunternehmens am besten vertreten konnte. Nicht nur, dass das Interesse bei den Privatpersonen immens war, es folgte auch eine große Berichterstattung in den Medien, die vollkommen kostenlos war.

Privatpersonen profitieren

Die rollende Werbung ermöglicht es den Werbekunden, für ihre Produkte gezielt Aufmerksamkeit zu bekommen. Daher wird Privatpersonen, die das Image der beworbenen Firma widerspiegeln, die Möglichkeit geboten, die monatlichen Festkosten für einen Pkw drastisch zu reduzieren. Aber wie so oft im Leben sind von den Privatpersonen auch Pflichten zu erfüllen. Nicht nur, dass es sich von selbst verbietet, rowdyhaft über die Straßen zu rasen, zudem muss das Auto stets in einem perfekt gepflegten Zustand sein, damit der Werbekunde nicht negativ auffällt. Wer sich daran nicht hält, verliert schnell die Gunst des Geldgebers. Wie auch Sie als Privatperson Ihr Fahrzeug zum Star machen, erfahren Sie auf dieser Seite.

IMG: bright – Fotolia

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