Parkett und Laminat verlegen – so geht‘s

Parkett und Laminat sind die meist genutzten Bodenbeläge. Nicht nur wegen der einfachen Handhabung, sondern auch wegen der Verträglichkeit sind diese weit verbreitet. Mit etwas Geschick kann jeder Heimwerker Laminat und Parkett selber verlegen. Das spart nicht nur viel Geld, sondern ist auch leicht gemacht. Doch bei der Vorbereitung und Auswahl müssen einige Dinge beachtet werden.

Infos zu Laminat

Laminat besteht aus mehreren Schichten. Die oberste ist eine Kunststoffoberfläche, einer imprägnierten Schutzschicht. Es folgt eine Dekorschicht – meist eine Nachbildung einer Holzart. Es gibt hier inzwischen aber noch viel mehr Formen und Farben von Dekoren. Die Dekorschicht bestimmt den Farbton und die Struktur des Bodens. Die letzte Schicht ist eine Trägerplatte. Das ist eine hochdichte Faserplatte (kurz HDF). Unter diese wird ein Gegenzug geleimt. Das verhindert ein „Verziehen“ der Platte. Oft wird eine Dämmunterlage als letzte Schicht genutzt. Dadurch wird beim Verlegen keine zusätzliche Schalldämmunterlage benötigt.

Infos zu Fertigparkett

Parkett ist meist deutlich teurer als Laminat. Das liegt daran, dass die Deckschicht aus Holz besteht (Ausnahme: Korkparkett). Dadurch ist der Bodenbelag wesentlich langlebiger. Das Parkett ist in der Regel aus 3 Schichten aufgebaut – Deckschicht, Mittellage und Unterschicht. Je nachdem wie hochwertig das Parkett ist, verfügt es zusätzlich über einen schallhemmenden Unterzug.

Das Parkett gibt es in zwei Ausführungen: entweder geölt oder lackiert. Geölte Oberflächen  wirken sehr warm und natürlich. Auch die Reinigung ist sehr einfach. Das passende Pflegeöl kann meist gleich mitgekauft werden. Lackierte Flächen sind dann zu empfehlen, wenn der Boden stark strapaziert ist. Da inzwischen die Lacke ohne Lösungsmittel angeboten werden, kann lackiertes Parkett bedenkenlos genutzt werden. Auch hier ist die Reinigung denkbar einfach. Allerdings sind Ausbesserungen im Holz deutlicher zu sehen.

Das Verlegen – so gehen Sie vor

Materialliste:

  • Bleistift
  • Winkel
  • Maßband
  • Hammer
  • Schlagklotz
  • Zugeisen
  • Holz- oder Kunststoffkeile
  • Säge

Die Vorbereitung zum Verlegen

Die Vorbereitungen für das Verlegen sind immer gleich. Nur sollten die jeweiligen Herstellerhinweise unbedingt beachtet werden. Die Pakete mit Laminat oder Parkett müssen vor der Verarbeitung einige Tage im ungeöffneten Zustand in den Räumen gelagert werden. Dadurch nehmen sie die Raumtemperatur an und verziehen sich nicht beim Verlegen.

Alte Bodenreste entfernen

Sämtliche alten Bodenbeläge sollten vor dem Verlegen des Laminats oder Parketts entfernt werden. Vor allem sollte Teppichbelag komplett herausgenommen werden. Zwar ist die Idee, dass der Teppich als Trittschalldämmung genutzt wird nicht schlecht, allerdings nimmt der Teppich unter dem Parkett oder Laminat die Raumfeuchtigkeit auf. Die Folge: ein unappetitlicher und gefährlicher Schimmelherd unter dem neuen Bodenbelag.

Verlegen auf Estrich

Wird der neue Boden auf Estrich verlegt, ist es wichtig eine Dampfbremse aus Polyethylen (PE) auszulegen. Dadurch kann keine Feuchtigkeit aufsteigen.

Die Folienstöße müssen mit einem Dichtband verklebt oder ca. 30 cm überlappt werden. An den Seiten ist ein Rand von 5 cm einzuhalten. Dieser überschüssige Folienrand verschwindet später hinter der Fußleiste.

Trittschalldämmung

Sollte der neue Belag keine Dämmung haben, muss eine Trittschalldämmung ausgelegt werden. Diese gleicht Unebenheiten im Raum aus. Wichtig ist, dass die Dämmunterlage mind. 2 mm dick ist.

Klicklaminat und Fertigparkett auslegen

Der neue Bodenbelag wird quer durch den Raum, d.h. parallel zur kürzeren Seite, verlegt. Natürlich ist das kein Muss. Das kann jeder so entscheiden, wie er will. Auch ob auf der linken oder rechten Seite des Raumes begonnen wird,  ist abhängig vom Geschmack des Verlegers. Normalerweise wird links an der Wand begonnen.

Ob nun mit der Nut oder der Feder begonnen wird, ist abhängig vom Fabrikat. Daher unbedingt die Anleitung des Herstellers beachten.

Zwischen der Wand und dem Belag sollte beim Verlegen ein Abstand zwischen 10 – 15 mm eingehalten werden. Dieser Abstand sollte mit Keilen fixiert werden. Der Wandabstand ist wichtig, damit der neue Bodenbelag später genug Raum zum Ausdehnen hat und beim Begehen keine Geräusche macht. Daher auch unbedingt darauf achten, dass zwischen den Dielen und der Wand kein Schmutz, keine Steinchen und kein Putz klemmen.

Die Dielen sollten im Versatz verlegt werden. Dieser „versetzte Bund“ sorgt für eine stabile Verbindung. Zudem ist es optisch sehr ansprechend. Das ist vor allem beim Laminat wichtig. Denn das Dekor wiederholt sich.

Die Längskanten werden laut Anleitung geklickt. Die Stirnseiten sollten mit einem Schlagklotz dicht geschlagen werden.

Türen und Übergänge

Um ein schönes Gesamtbild zu bekommen, sollte nun in einem letzten Schritt der Belag unter der Tür sauber verlegt werden. Räume, die aneinander grenzen, sollten anschließend mit einer Übergangsschiene getrennt werden. Da die Schiene nicht nachträglich eingebaut werden kann, ist es wichtig das in diesem Schritt zu tun.

Anschließend werden alle Keile und Abstandklötze entfernt. Der Belag soll sich nun ausdehnen können.

Fußleisten

Zu guter Letzt können die Fußleisten angebracht werden. Viele Hersteller bieten hier passende Fußleisten an. Falls Kabel hinter den Leisten verschwinden sollen, ist es wichtig, dass die Leisten auf der Rückseite einen Falz haben.

Laminat und Parkett verlegen leicht gemacht

In nur wenigen Schritten ist der Raum mit einem neuen und schicken Bodenbelag ausgelegt. Brauchen Sie weitere Tipps, finden Sie diese jederzeit in einer Heimwerker Community im Internet. Hier können Sie sich weiter informieren und gegebenenfalls auch noch weitere andere Anregungen für neue Bauprojekte holen.

Bild: D.aniel – Fotolia

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