Rund um den Büroalltag – welche Rechte hat der Arbeitnehmer?

Arbeitnehmer können sich im Büro auf einige Rechte berufen, welche das Arbeiten angenehm machen. Sie können sich aber auch nicht alles erlauben, Chefs können viele Regeln frei entscheiden. Es lohnt sich, einige Beispiele anzusehen.







Welche Ansprüche haben Beschäftigte?

Umfassende Arbeitsschutzgesetze kommen unter anderem allen Mitarbeitern zugute, die unter Rücken- oder Bandscheibenproblemen leiden. Sie können auf passende Möbel bestehen, etwa einem Stehpult. Dazu müssen sie nur eine ärztliche Verordnung vorlegen. Hat ein Unternehmer mehr als zehn Angestellte, muss er diesen einen Pausenraum wie eine Teeküche einrichten. Dort sollen sich die Mitarbeiter erholen können. Eine bestimmte Ausstattung schreibt der Gesetzgeber aber nicht vor, er muss zum Beispiel keine Mikrowelle anschaffen. Zudem haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine 30-minütige Pause, sofern der Arbeitstag mindestens sechs Stunden dauert. Allerdings darf der Arbeitgeber bestimmen, wann Beschäftigte diese Pause einlegen. Darüber hinaus können sie das Recht auf eine Raucherpause beanspruchen. Bei der Häufigkeit und dem Zeitpunkt kommt es auf die betriebliche Organisation an. In einigen weiteren Fällen können sich Arbeitnehmer auf Rechte berufen, welche der Gesetzgeber etwas schwammig festlegt. So muss es in einem Büro Tageslicht geben, exakte Angaben finden sich in den gesetzlichen Bestimmungen aber nicht. Hier erhalten Sie mehr Informationen zum Thema Arbeitsrecht.

Entscheidungsspielraum für die Arbeitgeber

Vielfach hängen die Arbeitsbedingungen von den Chefs ab. So können sie im Arbeitsvertrag flexibel vereinbaren, wie sie mit Überstunden verfahren: ob Unternehmen diese beispielsweise bezahlen oder ob sie Arbeitszeitausgleich gewähren. Ausnahmen bestehen aber bei gültigen Tarifverträgen, an die sich Firmen halten müssen. Bei der konkreten Gestaltung des Arbeitsplatzes gilt, dass ohne Anweisungen des Arbeitgebers vieles erlaubt ist: ein Hund oder persönliche Gegenstände wie Blumen und Bilder auf dem Schreibtisch zum Beispiel. Der Arbeitgeber hat aber jederzeit das Recht dazu, dieses am Arbeitsplatz zu untersagen. Gegen solche Verbote können sich Beschäftigte nicht wehren. Am besten suchen sie deshalb das Gespräch mit einem Unternehmer und erklären beispielsweise, warum sie den Hund nicht zuhause lassen können.

Rechte für Büroangestellte: häufig Streit

Oftmals landen Auseinandersetzungen um die Rechte im Büro vor einem Gericht. Das liegt daran, dass es neben klaren Regeln wie bei den Pausen auch viele unkonkrete Bestimmungen und unterschiedliche Auslegungen gibt. Der Staat gewährt Arbeitnehmern zum Beispiel die freie Meinungsäußerung. Zwischen dieser und Abmahngründen wie Beleidigung oder Störung des Betriebsfriedens liegt aber häufig nur ein schmaler Grat.

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