Sportfreaks auf Reisen – der neue Fantrend Groundhopping

Die Liebe zum favorisierten Sportverein treibt mitunter seltsame Blüten, die sich für Außenstehende oft nicht leicht erklären lassen. So stellt das sogenannte Groundhopping für Fußballbegeisterte oder Fans einer anderen massentauglichen Sportart den neuesten Trend des Sporttourismus dar. Was Groundhopping überhaupt ist, erfahren Sie hier.

Der neue Trend Groundhopping – Fans auf großer Reise

Schon die Betrachtung des Namens lässt erahnen, worum es sich bei dem neuen Fantrend Groundhopping handelt: Es setzt sich aus dem englischen Substantiv „ground“ (das Spielfeld eines Stadions oder einer Halle) und dem Verb „to hop“ (im Deutschen: „hüpfen“) zusammen. Groundhopping bezeichnet also das Bestreben von zumeist Fußballfans, möglichst viele Spiele in den unterschiedlichsten Stadien und Hallen zu besuchen. Einheitliche Kriterien zu dem „richtigen“ Groundhopping gibt es nicht. Die Szene ist kaum organisiert und kann sich im nationalen und internationalen Groundhopping unterscheiden. Ursprünglich aus dem Fußball stammend, entstand die erste Idee zum organisierten Groundhopping im Jahr 1974 von dem Briten Geoff Rose. Wenige Jahre später wurden die ersten der bis heute wenigen Groundhopping-Clubs gegründet, die ein ungefähres Regelwerk und Kriterien über die „richtige“ Ausübung des Groundhopping beinhalteten. Auch in Deutschland ist der Trend immer mehr zu beobachten und mit der Europameisterschaft 2012 im Fußball erlebt das deutsche Groundhopping momentan seinen Höchststand.

Groundhopping in Deutschland und Europa

So ist gerade in den letzten Jahren das Aufkommen von themenrelevanten Blogs vom Groundhopping in Deutschland und Europa merklich gestiegen. Zu der offiziellen Vereinigung der Groundhopper Deutschlands (V. d. G. D.) üben viele Fans ihre Sammelleidenschaft von Spiel- und Eventbesuchen privat aus. Auch die Olympischen Sommerspiele in London 2012 werden vermutlichen wieder Groundhopper aus ganz Europa anlocken, da nicht nur Fußball- und Eishockeyfans den Groundhopper angehören, sondern die Szene breit gefächert ist. Unstrittig ist, dass Groundhopping als Hobby eine kostspielige Angelegenheit darstellen kann: Neben den Kosten für Unterkunft, Transfer und Verpflegung müssen Groundhopper häufig noch ein Auto mieten, um in der jeweiligen Region mobil zu sein. Man kann sich auch ein Auto mieten, für die Olympischen Spiele. Damit ist man dann immer mobil unterwegs.

Groundhopping – Fans unterwegs im Namen des Sports

Mag Groundhopping auch für Außenstehende als unerklärlich erscheinen, ist es für viele Fans mehr als nur ein Hobby. Es stellt für sie persönliche Erfüllung, Abenteuer- und Reiselust, sowie die Passion für die jeweilige Sportart dar.

Bildrechte:Somi – Fotolia

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