Unsere Haut zeigt Gefühle

Die Einflüsse auf unsere Haut sind vielfältig. Neben Umwelteinflüssen und genetischen Veranlagungen spielen Hauttyp und Psyche eine große Rolle, ob und wie unsere Haut reagiert. Stress, Angst oder Wut verändern unsere Haut sichtbar.

Gänsehaut, Erblassen und Flecken

Wenn der Mensch friert, dann bildet die Hautoberfläche (vor allem an Armen und Beinen) eine Gänsehaut. Bei Schreck oder Angst erblassen wir, bei Aufregung bekommt die Haut hektische rote Flecken. Am deutlichsten zeigen sich diese dynamischen Hautveränderungen im Gesicht sowie an Hals und Oberkörper. Beim Verschwinden der Auslöser verschwinden auch die Hautmerkmale, die beim gesunden Menschen als völlig normal gelten. Am bekanntesten ist das Zusammenspiel von Körper und Gemütszustand bei den ungeliebten Herpesbläschen an der Lippe. Angeblich bilden sich die Bläschen, wenn sich Personen, die den Herpeserreger in sich tragen, ekeln oder über etwas besonders aufregen. Da bis zu 90 Prozent der Bevölkerung den Herpes-Simplex-Virus in sich trägt, ist dieses Phänomen recht häufig zu beobachten. Die Kosmetikindustrie hat sich darauf eingestellt und bietet zahlreiche Salben für die Lippen an.

Eine empfindsame Seele sorgt für empfindliche Haut

Die Studien verschiedener Kosmetikfirmen sind noch nicht besonders aussagekräftig, aber einige Erkenntnisse gelten als sicher. Nicht verarbeitete psychische und emotionale Konflikte können die Haut krank machen und langfristige psychosomatische Beschwerden verursachen. Hierzu gehören Nesselsucht, Gürtelrose, bestimmte Formen der Dermatitis sowie die sogenannte Weißfleckenkrankheit. Doch nicht jede psychische Belastung verursacht eine Hauterkrankung. Nachweisbar ist der Einfluss der Psyche auf das körpereigene Immunsystem, sodass auslösende Viren nicht effektiv bekämpft werden können. Bestehende Hautkrankheiten können sich aufgrund psychischer Erkrankungen verschlimmern. Bekannt sind diese Schübe bei Patienten, die unter Neurodermatitis und Psoriasis leiden.

Die Haut gilt als Spiegel der Seele

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und bedeckt den gesamten Körper. Gänsehaut ist ein normaler Schutzvorgang bei Kälte. Hautveränderungen aufgrund von Durchblutungsstörungen (blasse oder gerötete Haut) werden nur selten als Krankheit bezeichnet. Anders sieht es bei Hauterkrankungen aus, die auf psychosomatischen Ursachen basieren. Hier muss neben der Haut vor allem die Psyche mitbehandelt werden. Die besonders empfindliche Haut von Patienten mit Hautläsionen bedarf einer sorgfältigen Pflege mit medizinisch wirksamen Präparaten.

© Robert Kneschke – fotolia

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