Weiß- oder Rotwein: Was passt zu welchem Gericht?

Bei Gerichten und dem passenden Wein geistern seit Jahren Regeln durch die Küchen aller Welt, die aber häufig nicht mehr anwendbar sind. Die „Globalisierung der Küchen“, neue Aromen und Gewürze haben dafür gesorgt, dass heute viel mehr Varianten von Wein und Essen möglich sind.

Probieren geht über Studieren

„Zu hellem Fleisch und Fisch Weißwein und zu dunklem Fleisch Rotwein“ ist wohl die bekannteste Regel, wenn es um Wein geht. Diese ist aber mittlerweile zu aufgeweicht, um wirklich gültig zu sein. Es gilt: Erlaubt ist, was schmeckt. Die früher sehr beliebten Weine aus klassischen Anbaugebieten in Frankreich oder Italien werden heute ergänzt durch neue Rebsorten und Weine aus Australien, den USA oder sogar Asien. Möchte man also den passenden Wein zu einem Gericht finden, kommt man nicht um das Probieren herum. Der Geschmack, nicht die Farbe, sollte verantwortlich dafür sein, ob etwas passt oder nicht. Um eine ausgiebige Verkostung zu vermeiden, raten auch Sommeliers zu einer Beratung oder generellen Empfehlungen, nach denen man eine Vorauswahl treffen kann. Viele beachten bei der Weinauswahl die Aromenvielfalt der Küche: Zu komplexen Gerichten mit vielen Aromen empfiehlt sich ein einfacher, simpler Wein, der nicht vom Essen ablenkt.

Vorschläge dienen nur der Orientierung

Zur beliebten Pizza und Pasta reicht man am besten einen Rotwein ohne viel Gerbsäure, aber auch kräftige Weißweine, wie Chardonnay oder ein Rosé, passen. Bei Fisch und Geflügel gilt: Bleibt es hell, bei zum Beispiel gedünstetem Fisch, ist ein trockener Weißwein erste Wahl, aber auch Rosé funktioniert. Ist der Fisch oder Geflügel dunkler, zum Beispiel gegrillt oder gebraten, empfiehlt sich auch ein leichter Roter oder Roséwein. Für Meeresfrüchte gilt dies ebenfalls, mit der Ausnahme für Muscheln und Austern: Diese mögen Champagner oder Sekt am liebsten. Zu Rind, Lamm oder Wild serviert man am besten einen reichen Roten wie Bordeaux oder Spätburgunder, sanft Geschmortes verträgt auch einen einfachen Roséwein und zu Wildgeflügel passt sogar ein Weißer sehr gut. Suppen, Eintöpfe und Gemüsegerichte sind oft komplex an Aromen und Gewürzen. Kräftige Landweine, ob weiß oder rot, passen hier besonders gut.

Erlaubt ist, was schmeckt

Fischgerichte vertragen ebenso gut einen Rotwein wie das Rind den Weißen. Aromen und Komplexität geben den Ausschlag, ob Gericht und Wein sich nicht ausstechen, sondern komplettieren. Lassen Sie sich ruhig in einem Weinladen beraten, die Weine sind oft nicht teurer als im Supermarkt, die Beratung kompetent und zum Probieren wird man ebenfalls eingeladen.

Bild: jirkab – Fotolia

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