Wer braucht eigentlich eine Glasbruchversicherung?

Die Glasbruchversicherung gehört zu den Allrisk-Versicherungen. Das bedeutet, sie zahlt, wenn eine Scheibe zerbricht, unabhängig von der Ursache. Ausgeschlossen ist lediglich das absichtliche Zerstören einer Glasscheibe vom Versicherungsnehmer selbst. Eine Glasbruchversicherung kann man zum Beispioel bei der Gothaer Versicherung bereits pauschal für unter 50€ netto im Jahr bekommen, hierbei sind alle Gebäudeverglasungen (dazu gehört auch der Wintergarten), Ceranfelder und sogar künstlerisch bearbeitete Scheiben mitversichert. Nähere Details finden sich auf den Homepages der entsprechenden Versicherer.

Es ist übrigens ein Irrglaube, dass Glasscheiben nicht von der Gebäudeversicherung bezahlt werden, sondern nur von der Glasversicherung. Dem ist nicht so. Die Wohngebäudeversicherung muss genauso für eine zerbrochene Scheibe leisten, weil diese zum Gebäude gehört und damit versicherte Sache ist. Die Wohngebäudeversicherung leistet im Gegensatz zur Glasverischerung aber nicht im jedem Fall, sondern nur, wenn die Scheibe durch Sturm, Hagel, Brand oder Leitungswasser zerstört wird, weil diese Gefahren in der Wohngebäudeversicherung versichert sind. Mit Abstand die häufigsten Schadenfälle sind allerdings die Sturmschäden, meist fliegt irgendein Gegenstand durch die Scheibe und zerstört diese. Hat man dann eine Glasversicherung und eine Wohngebäudeversicherung, ist man sogar doppelt versichert, weil die Glasversicherung ja bekanntlich bei allen Ursachen für Ersatz sorgt.

Für den normalen Bewohner eines Einfamilienhauses lohnt sich eine Glasversicherung meistens nur begrenzt, wenn man keine außergewöhnlich großen Scheiben oder einen Wintergarten besitzt. Die Prämien sind zwar nicht teuer, eine neue Scheibe ist aber notfalls auch noch bezahlbar. Grundsätzlich sollten Versicherungen nur existentielle Risiken abdecken.

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