Wie reagiert man bei einer nächtlichen Ruhestörung?

Nächtliche Ruhestörungen sind stets unangenehm. Es gibt jedoch einige Maßnahmen, wie man sich gegen solche Lärmbelästigungen effektiv zur Wehr setzen kann. Diese beginnen bei reinen Verwarnungen über Beschwerden beim Hausbesitzer und können beim Polizeieinsatz enden.


Laute Musik bis spät in die Nacht und langes Feiern bis in die Morgenstunden: Nächtliche Ruhestörungen kennt wohl jeder aus leidvoller Erfahrung. Doch wie kann man sich am besten gegen solche Lärmbelästigungen zur Wehr setzen?

Effektive Maßnahmen gegen Ruhestörungen

Grundsätzlich gilt: Gemäß dem Bundesimmissionsgesetz gilt von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens Nachtruhe. Wer diese deutlich überschreitet und auch spät nachts noch laute Musik hört oder wilde Partys feiert, der missachtet diese nächtlichen Ruhezeiten und kann dafür zur Verantwortung gezogen werden. Zunächst sollte man die Ruhestörer jedoch höflich darauf hinweisen, dass sie mit ihrem Tun die Nachtruhe der Nachbarn in erheblichem Maße stören. Mitunter kann man sich sogar auf einen zeitlichen Kompromiss einigen. Häufig lassen Ruhestörer auch mit sich reden und drehen die Musik leiser.

Wie im Ernstfall reagieren?

So manch nächtlicher Ruhestörer lässt jedoch nicht mit sich reden und reagiert auch auf weitere Anfragen, der Lärmbelästigung endlich ein Ende zu setzen, in keinster Weise. In diesem Fall bleibt einem leider nichts anderes übrig, als damit zu drohen, die Polizei zu rufen oder ein dementsprechendes Schreiben an den Hausbesitzer oder den Vermieter zu verfassen. Dabei kann man sich gegebenenfalls auch mit anderen Mietern zusammentun, welche sich vom Missetäter ebenfalls belästigt fühlen. In der Regel reagiert der Vermieter dabei auch in zeitnaher Weise, indem er mindestens eine Verwarnung gegenüber dem Ruhestörer ausspricht. Sollte dies in wiederholter Weise vorkommen, kann dies auch eine fristlose Kündigung des Mietvertrags zur Folge haben.

Letzte Möglichkeit: Die Polizei rufen

Ultima ratio ist dann der Griff zum Telefonhörer. Allerdings sollte die Polizei nur dann gerufen werden, wenn der Nachbar auch nach wiederholter Aufforderung keinerlei Reaktion gezeigt hat. Dabei sollte die Polizei telefonisch über Namen, Adresse und den Grund des Anrufs informiert werden. Binnen kurzer Zeit wird in der Regel ein Streifenwagen geschickt, welcher die Ruhestörung dann hoffentlich schnell beenden kann. Hierbei wird in der Regel auch eine Anzeige wegen nächtlicher Lärmbelästigung gestellt. Diese wird eventuell an die Stadt weitergeleitet.

Foto: © Robert Kneschke – Fotolia

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