Zukunft Energiemix: Anteile der erneuerbaren Energien könnten verdoppelt werden

In Deutschland besteht hinsichtlich des Ausbaus der erneuerbaren Energien mit der Energiewende ein vergleichsweise klarer Fahrplan. In vielen anderen wichtigen Industriestaaten wird dieser Bereich des Strommarktes weiterhin mehr oder weniger sich selbst überlassen und auf den mittelfristigen Fortbestand konventioneller Formen der Energieerzeugung vertraut. Dabei wäre eine Verdopplung des weltweiten Anteils regenerativer Energieformen bis 2030 durchaus möglich.

Der richtige Mix ist entscheidend

Allerdings weisen nicht alle Formen der regenerativen Energieerzeugung das gleiche Wachstumspotenzial auf. Während man bei der Wasserkraft lediglich auf eine Steigerung von gut 60 Prozent käme, sind bei der Windkraft eine Verfünffachung und bei Solarenergie sogar das Zwölffache der heute erzielten Energiemengen möglich. Allerdings genügt es nicht, sich lediglich um eine Erweiterung der jeweiligen Anlagen zu kümmern. Für mehr Nachhaltigkeit bei der Energieversorgung muss parallel ein Ausbau der Stromnetze erfolgen. Denn diese sind derzeit darauf ausgelegt, elektrischen Strom von zentralen Großkraftwerken aus zu den einzelnen Verbrauchern weiterzuleiten. In Zukunft wird es allerdings darum gehen, die Netze dezentraler anzulegen, da die Zahl der kleinen und mittleren Erzeuger steigen wird. Deren Strom wird am effektivsten verwendet, wenn er auf möglichst kurzen Strecken zu den Abnehmern gelangt.

Es entstehen praktisch keine zusätzlichen Kosten

Vielfach wird argumentiert, dass die Energiewende eine wirtschaftliche Mammutaufgabe ist. Rechnet man allerdings alle Nutzen, die die Wirtschaft aus der Energiewende zieht, mit ein, fallen die Kosten für erneuerbare Energien in der Gesamtbilanz so gut wie nicht ins Gewicht. Denn die Energiewende schafft nicht nur neue Arbeitsplätze und sorgt für ein erhöhtes Steueraufkommen, sondern sie minimiert gleichzeitig auch Umweltschäden und deren gesundheitliche Folgen beim Menschen. Entsprechend geringfügiger sollte in diesem Zusammenhang auch der Ausbau im Bereich Biomasse erfolgen. Denn die Schaffung neuer landwirtschaftlicher Flächen durch Rodung verschärft die Problematik des Klimawandels genauso wie die intensive Nutzung von Holz als Energieträger. Mehr Informationen zur Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien finden Sie z.B. hier.

Saubere Energiequellen effektiver nutzen

Der derzeitige Anteil erneuerbarer Energien im Strommix beträgt weltweit lediglich 18 Prozent. Bei einem gleichbleibend langsamen Ausbau wird sich dieser Anteil bis zum Jahr 2030 lediglich auf 21 Prozent erhöhen. Da die Vorkommen an Öl, Erdgas und Kohle weiter zurückgehen werden, ist aber eine deutliche Steigerung ohne gangbare Alternative.

Image: Kaubo – Fotolia

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